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Diese Auto-Aktie schießt 2016 durch die Decke

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17.01.2018

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Aktuelle Artikel
  • 16.01.2018 20:00

    Siemens: Börsengang der Medizintechnik-Tochter wird konkreter

    Schon früh im neuen Börsenjahr könnte es einen ersten großen Höhepunkt geben: Bereits seit einiger Zeit wird über einen Börsengang der Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers spekuliert. Nun nimmt der Börsengang konkrete Formen an. Der Börsengang kann relativ zeitnah starten, also noch im 1. Halbjahr 2018. Dann haben wir plötzlich einen neuen DAX-Kandidaten am Aktienmarkt!

    Das Management von Siemens Healthineers will potenziellen Investoren das Unternehmen als Dividendentitel schmackhaft machen. „Unser finanzielles Profil soll uns ermöglichen, hohe Dividenden relativ zum Konzernergebnis zu zahlen“, sagte der Finanzvorstand von Siemens Healthineers, Jochen Schmitz, der „Börsen-Zeitung“ in der heutigen Dienstagsausgabe.

    Siemens Healthineers peilt eine vergleichbare Ausschüttungspolitik wie der Mutterkonzern Siemens an. Siemens hatte für das vergangene Geschäftsjahr knapp 50% des Nettogewinns an seine Aktionäre ausgeschüttet.

    Siemens Healthineers in Zahlen

    Die Siemens-Medizintechnik-Tochter hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016/2017 (bis Ende September 2017) einen Umsatz von 13,8 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn von knapp 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Daraus resultiert eine operative Gewinnmarge von 18,1%. Mit dieser Marge gehört Siemens Healthineers zu den profitabelsten Siemens-Töchtern.

    Kein Wunder also, dass Analysten dem Unternehmen einen Marktwert von insgesamt 30 bis 40 Mrd. Euro zutrauen. Siemens Healthineers strebt noch im 1. Halbjahr 2018 an die Börse, heißt es. Platziert werden sollen zunächst 15 bis 25% der Anteile. Siemens hat angekündigt, Mehrheitsaktionär bleiben zu wollen. Trotz dieser Tatsache gilt Siemens Healthineers als DAX-Kandidat.

    Zwar werde es für eine Notierung im DAX zunächst wohl nicht reichen, da dafür die Höhe des Streubesitzes maßgeblich ist, „unser Ziel ist das aber schon, und vom Wert her ist das unserer Meinung allemal gerechtfertig”, so Siemens-Chef Joe Kaeser. Jochen Schmitz, Finanz-Chef von Siemens Healthineers erwartet, dass das Unternehmen nach dem Börsengang „zum nächstmöglichen Termin“ in einem Index notiert sein wird.

    Weiterhin spricht für Siemens Healthineers, dass das Unternehmen nach Aussage von Chef Bernd Montag zukünftig deutlich stärker wachsen wolle als zuletzt und dass es nach Aussage des Managements mit einer überschaubaren und konservativen Verschuldung an die Börse gehe. Positiv wird der Börsengang aber wohl auch für die Aktie der Mutter Siemens sein.

    Siemens-Aktie durch Healthineer-Börsengang vor Neubewertung

    Das industrielle Geschäft von Siemens werde laut der Experten von Morgan Stanley derzeit mit einem Abschlag von rund 20% zu dem der Wettbewerber gehandelt. Ursächlich dafür sind vor allem die schwierigen Geschäfte im Kraftwerk- und Windgeschäft. Ein mehr an Transparenz soll bei der Siemens-Aktie zu einer Neubewertung führen.

    Healtineers ist nach Einschätzung von Experten eine echte Perle. Viele Kennzahlen lägen über denen der Konkurrenten Philips und GE Healthcare.

    Auch das große Interesse institutioneller Investoren an der Siemens-Tochter verdeutlicht, welches Potenzial hier schlummert. Daher will Siemens die Tochter Healthineers auch nicht ganz aus den Händen geben und stattdessen – wie bereits geschrieben – auch nach dem Börsengang größter Aktionär bleiben.

    Beide Unternehmen, Mutterkonzern Siemens und die Tochtergesellschaft Siemens Healtineers, sind in attraktiven Bereichen tätig. Der Börsengang kann auch dem Mutterkonzern neuen Schwung geben. Für Sie lohnt sich also schon jetzt ein Blick auf die Siemens-Aktie.

  • 15.01.2018 20:20

    Continental: Gute Zahlen und Abspaltungspläne treiben Aktie an

    Am vergangenen Mittwoch habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ von einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG berichtet. In dieser Studie geht es darum, wie sich die Automobil- und Zulieferbranche derzeit verändert und in den nächsten Jahren verändern wird.

    Darüber hinaus habe ich Ihnen einige wichtige Trends in der Branche vorgestellt und Ihnen abschließend geschrieben, dass die deutschen Autobauer und einige deutsche Zulieferer auf einem sehr guten Weg sind. Die jüngst veröffentlichten Vorabzahlen und die Aufspaltungspläne von Continental verdeutlichen, dass der größte börsennotierte deutsche Zulieferer definitiv zu den Unternehmen aus der Branche zählt, die gut aufgestellt sind.

    Continental mit starkem Schlussquartal

    Das Management des Autozulieferers hat sein Versprechen eines guten Schlussquartals eingelöst. Im Rahmen der Consumer Electronic Show in Las Vegas präsentierte der Konzern Eckdaten für das zurückliegende Geschäftsjahr und überzeugte mit einem optimistischen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2018.

    Nach vorläufigen Zahlen steigerte Conti den Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 8% auf 44 Mrd. Euro. Die Anfang November angehobene Prognose wurde damit punktgenau getroffen. Die bereinige operative Gewinnmarge (bereinigte EBIT-Marge) belief sich auf 10,8%. Weitere Zuwächse lassen die vollen Auftragsbücher erwarten.

    Allein der Auftragseingang der Automotive Group (Autozuliefer-Geschäft) stieg auf über 39 Mrd. Euro. Und auch im Reifengeschäft ist Conti gut unterwegs. Entsprechend optimistisch zeigt sich das Management für das laufende Jahr.

    Auf Basis konstanter Wechselkurse sollen die Erlöse um 7% auf rund 47 Mrd. Euro zunehmen und damit wieder einen neuen Rekordwert erreichen. Bei der bereinigten EBIT-Marge peilt Conti einen Wert von mindestens 10,5% an.

    Abspaltungspläne beflügeln Conti-Aktie

    Neben dem erfreulichen Ausblick sorgte noch eine andere Meldung für positive Resonanz unter den Anlegern. Das Unternehmen bestätigte die in der vergangenen Woche aufgekommenen Abspaltungsgerüchte.

    Conti befindet sich „in einem frühen Analysestadium und spielt verschiedene Szenarien durch mit dem Ziel, die Organisation noch flexibler auf die Herausforderungen der Automobilindustrie auszurichten“, so das Unternehmen.

    Welche Veränderungen sich daraus konkret ergeben, ist derzeit noch offen. Aus meiner Sicht wäre es die beste Lösung für Conti-Aktionäre, die Zukunftsaktivitäten des Unternehmens zusammenzufassen und an die Börse zu bringen.

    Die Conti-Aktie reagierte mit deutlichen Aufschlägen und markierte zwischenzeitlich sogar ein neues Allzeithoch bei über 257 Euro. Den vorherigen Höchststand hatte die Aktie im März 2015 bei gut 234 Euro erreicht.

    Angesichts der guten Wachstumsperspektiven und der Aufspaltungspläne (zusätzlicher Werttreiber) halte ich noch höhere Notierungen für wahrscheinlich – auch wenn die Conti-Aktie in den vergangenen Tagen etwas korrigierte. Weitere Informationen zu Continental finden Sie in meinen Börsendiensten „Das Beste aus 4 Welten“ und „Depot-Optimierer“.

  • 11.01.2018 19:38

    Schweizer Nationalbank mit Rekordgewinn

    Für die gute Aktienmarktentwicklung in den vergangenen Jahren gibt es 2 wichtige Gründe: Die steigenden Unternehmensgewinne als fundamentale Basis der Rally und die expansive Geldpolitik der Notenbanken, die dafür sorgte, dass Aktien attraktiver und Zinspapiere unattraktiver wurden.

    Die Schattenseite der expansiven Geldpolitik müssen wir jedoch auch im Blick haben: Die Kauf-Orgien der Notenbanken sorgen dafür, dass diese zu riesigen Anlagefonds mit starken Ergebnisschwankungen werden – und nicht mehr die konservativen Hüter der Währung sind. Ein konkretes Beispiel finden Sie heute im „Schlussgong“.

    Vor einem halben Jahr habe ich Ihnen an dieser Stelle von einem Milliardenverlust der Schweizer Nationalbank (SNB) im 2. Quartal 2017 berichtet. Heute schreibe ich Ihnen von einem Rekordgewinn der SNB im Gesamtjahr 2017. Wie das geht? Sie erfahren es jetzt.

    Aufgrund von Währungs-Schwankungen entstand der SNB im 2. Quartal 2017 ein Verlust von 5,2 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Hinzu kam ein Verlust in Höhe von 1,9 Mrd. CHF durch eine Abwertung der Goldreserven der SNB. Insgesamt belief sich das Minus in den Monaten April bis Juni auf 6,7 Mrd. CHF.

    Trotzdem meldete die SNB in dieser Woche gemäß provisorischer Hochrechnungen einen Rekordgewinn für 2017. Dieser liegt gemäß der Hochrechnungen bei 54 Mrd. CHF. Das ist gleichzeitig der höchste Wert in der 110-jährigen Geschichte der Notenbank.

    Der absolute Löwenanteil davon entfiel mit 49 Mrd. CHF auf den Gewinn mit Fremdwährungspositionen. 3 Mrd. CHF steuerte ein Bewertungsgewinn aus den Goldreserven bei und 2 Mrd. CHF entfielen auf den Erfolg von Frankenpositionen.

    Rekordgewinn ermöglicht hohe Dividende

    5 Mrd. CHF werden den Rückstellungen für Währungsreserven zugeführt. Somit verringert sich der Bilanzgewinn um diesen Betrag. Dafür sind jedoch Ausschüttungsreserven in Höhe von 20 Mrd. CHF vorhanden, die den Bilanzgewinn von 49 Mrd. CHF (54 Mrd. CHF abzgl. 5 Mrd. CHF für die Rückstellungen für Währungsreserven) auf dann 69 Mrd. CHF erhöhen.

    Dies ermöglicht eine Dividendenausschüttung in Höhe von 15 CHF je Aktie, was zugleich dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspricht. Bund und Kantone erhalten eine Gewinnausschüttung von 1 Mrd. CHF.

    Bund und Kantonen steht darüber hinaus eine Zusatzausschüttung von 1 Mrd. CHF zu, da die Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Mrd. CHF übersteigt. Der auszuschüttende Betrag von in Summe 2 Mrd. CHF geht dabei zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.

    Nach diesen Ausschüttungen wird die Ausschüttungsreserve nach Angaben der SNB immer noch rund 67 Mrd. CHF betragen.

    Hoher SNB-Gewinn kommt nicht ganz überraschend

    Ganz überraschend kommt der Rekordgewinn für das Jahr 2017 trotz des Milliardenverlustes im 2. Quartal nicht. Schließlich hatte die SNB bereits nach 9 Monaten einen Gewinn von 33,7 Mrd. CHF ausgewiesen.

    Für weiteren Schwung sorgten die Aktienmärkte, die im Schlussquartal 2017 weiter zugelegt haben und die Tatsache, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro weiter an Wert verloren hat.

    Fazit: Bei der Präsentation der Zahlen hat man nicht mehr das Gefühl, dass man es mit einer nationalen Notenbank zu tun hat, eher mit einem Hedgefonds. Die Notenbanken saugen sich mit Anleihen, Aktien und Gold voll, um Zinsen niedrig zu halten oder Währungen in bestimmte Richtungen zu drücken. Mit klassischer Geldpolitik hat das nur noch wenig zu tun.

    Die starken Ergebnisschwankungen steigern nicht mein Vertrauen in die Notenbanken und in die entsprechenden Paperwährungen. Daher überrascht es mich nicht, dass immer mehr Menschen auf Kryptowährungen ausweichen (wobei hier andere Risiken lauern, wie im Schlussgong beschrieben). Risikostreuung (setzen Sie auf unterschiedliche Währungen und Anlageklassen) bleibt das Gebot der Stunde bei der Geldanlage.

  • 10.01.2018 21:08

    Wie sich die Automobilbranche verändert

    Nach einem starken Start in das Börsenjahr 2018 musste der deutsche Leitindex DAX heute einen Rücksetzer hinnehmen. Der Kampf mit dem Allzeithoch ist eine Art Tauziehen. Es wird noch mehrere (vergebliche) Anläufe geben, bevor die Marke geknackt wird. Blicken wir daher heute auf eine Branche, die stark im DAX vertreten ist und die weitere Entwicklung beeinflussen wird.

    Die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft KPMG hat vor wenigen Tagen eine Studie zur Automobilbranche vorgestellt. Das Unternehmen sieht in der Automobilbranche dringenden Bedarf für mehr und engere Kooperationen. Darüber hinaus hält KPMG Fusionen (Zusammenschlüsse) bei Massenherstellern (bei Autobauern, die auf die Massenproduktion spezialisiert sind) für sinnvoll.

    Dieter Becker, Autoexperte bei KPMG, sagte im Rahmen der Vorstellung der Studie, für die sowohl Konsumenten als auch Manager aus der Branche befragt wurden, dass die Branche aufpassen müsse, dass man „den Kampf mit den großen Technologieunternehmen um die Vorherrschaft im Ökosystem Auto“ nicht verliere.

    IT-Konzerne deutlich wertvoller als Autobauer

    Becker sieht eine gestiegene Gefahr, dass die Autohersteller zu reinen „Stahlbiegern“ werden. Diese Gefahr leitet er von der Entwicklung der Marktkapitalisierung (also des Börsenwertes) und der Liquiditätslage bei Autoherstellern, Zulieferern und IT-Konzernen ab.

    Im Dezember 2017 hatten die Top-50-Autohersteller zusammen gerade einmal 20% der Marktkapitalisierung der Top-15-Technologieunternehmen“, so Becker. Mit anderen Worten: Im Dezember 2017 waren die 50 größten Autobauer der Welt nur ein Fünftel dessen wert, was die 15 größten Technologieunternehmen wert waren.

    Eine beeindruckende Entwicklung – zumal der Wert im Jahr 2010 noch bei 40% lag. Die 50 größten Autobauer kamen 2010 also noch auf 40% des Wertes der 15 größten Technologieunternehmen. Für KPMG-Experte Becker ist klar: Diese Entwicklung zeigt, dass die Technologiekonzerne inzwischen finanziell in einer anderen Liga spielen.

    Daher rät Becker den Autoherstellern zu mehr Kooperationen auf technologischer Ebene. Darüber hinaus sollen sich die Autobauer auf das konzentrieren, was sie können, statt sich auf der Suche nach neuen digitalen Geschäftsmodellen in Konkurrenz zu Google und Co. zu begeben.

    Die wichtigsten Trends in der Automobilbranche

    Spannend ist auch die Frage nach den wichtigsten Trends in der Automobilbranche. Mehr als 80% der im Rahmen der Studie befragten Entscheider waren davon überzeugt, dass die Verwertung von Fahrzeug- und Fahrerdaten künftig den Hauptbestandteil des Geschäftsmodells der Autobranche ausmachen wird.

    Bei der Frage nach den Megatrends für die Industrie bis zum Jahr 2025 löste die Brennstoffzelle die Batterie als Nummer 1 ab. Die Batterie liegt nun nur noch auf Platz 3. Auf Rang 2 liegt das Thema Vernetzung und Digitalisierung.

    Dass die Brennstoffzelle die Batterie auf Platz 1 verdrängt hat, führen die Experten von KPMG unter anderem darauf zurück, dass sich die Hersteller zunehmend daran stören, selbst für die Ladeinfrastruktur sorgen zu müssen, damit sie Elektroautos verkaufen können. Bei der Brennstoffzelle wäre es hingegen so, dass die bestehende Infrastruktur genutzt werden könnte. Ein klarer Pluspunkt für die Brennstoffzelle.

    Ob sich die Brennstoffzelle oder doch der Batterieantrieb letztlich durchsetzen, kann heute niemand verlässlich sagen. KPMG rechnet bis 2040 mit einem Marktanteil von jeweils einem Viertel für Verbrennungsmotoren, Hybrid-Fahrzeuge (eine Mischung aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb), reinen Stromern und Brennstoffzellenautos.

    So oder so wird sich in der Automobil- und Zulieferbranche in den kommenden Jahren einiges verändern. Ich sehe die deutschen Autobauer und das Gros der deutschen Zulieferer jedoch auf einem guten Weg und halte einige Aktien aus der Branche daher nach wie vor für empfehlenswert. Welche das sind, erfahren Sie in meinen Börsendiensten.

  • 09.01.2018 20:53

    Re-Balancing: Wie Sie die Überprüfung Ihres Depots angehen sollten

    Gestern habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ geschrieben, was Re-Balancing ist und warum es wichtig für Ihren Anlageerfolg ist. Heute erfahren Sie, wie Sie bei der Überprüfung Ihres Depots vorgehen sollten und wie Sie das Gleichgewicht in Ihrem Depot wieder herstellen.

    Zuallererst sollten Sie sich Zeit dafür nehmen. Sie sollten – wie bereits angesprochen – nach Ungleichgewichten suchen. Wenn Sie ein solches Ungleichgewicht an der einen oder anderen Stelle ausgemacht haben, geht es darum, dieses auszugleichen. Doch was tun?

    Ich habe gestern bereits darauf hingewiesen, dass – wenn spekulative Positionen besonders gut gelaufen sind -, das Verhältnis von spekulativen zu konservativen Positionen dadurch verschoben wurde. Das nachfolgende und aus Gründen der Anschaulichkeit stark vereinfachte Beispiel soll Ihnen zeigen, wie solche Verschiebungen zustande kommen.

    Musterbeispiel 70:30-Strategie

    Hier ein Musterbeispiel, das Ihnen zeigt, wie es zu einem Ungleichgewicht innerhalb Ihres Depots kommen kann: Nehmen wir zunächst einmal an, dass Sie der 70:30-Strategie folgen und ursprünglich 10.000 Euro investiert haben. Sie haben demzufolge für 7.000 Euro konservative Papiere gekauft und für 3.000 Euro spekulative Anlagen.

    Wenn dann die konservativen Papiere innerhalb eines Jahres um 10% zulegen und die spekulativen Anlagen um 30% zulegen, sieht Ihr Depot am Ende des Jahres wie folgt aus:

    7.000 Euro + 10% Gewinn (700 Euro) = 7.700 Euro

    3.000 Euro + 30% Gewinn (900 Euro) = 3.900 Euro

    Gesamtwert: 7.700 Euro + 3.900 Euro = 11.600 Euro

    Soweit so gut. Die Verschiebung des Gleichgewichtes innerhalb Ihres Depots wird aber erst so richtig deutlich, wenn Sie sich die Sache prozentual anschauen. Zur Erinnerung: Sie wollten gemäß der 70:30-Strategie nur 30% Ihres Kapitals in spekulative Anlagen investieren.

    Schauen wir uns nun also Ihre Vermögensverteilung nach einem Jahr an: 30% von 11.600 Euro (Depot-Stand nach einem Jahr) = 3.480 Euro

    Stattdessen beträgt der Anteil Ihrer spekulativen Depot-Positionen nach einem Jahr allerdings 33,6%. Denn insgesamt sind Sie nach einem Jahr mit 3.900 Euro (3.000 Euro Startkapital + 900 Euro Gewinn) in spekulativen Anlagen investiert.

    Wie Sie das Gleichgewicht in Ihrem Depot wieder herstellen können

    Wenn Sie Ihrer Vermögensverteilung treu bleiben wollen, können Sie – wenn sich Ihr Depot so entwickelt hat wie in unserem fiktiven Beispiel – einen Teil Ihrer spekulativen Positionen auflösen. Dies können Sie beispielsweise tun, indem Sie einzelne Positionen komplett auflösen oder Teilverkäufe tätigen.

    Einzelne Positionen komplett auflösen bedeutet, dass Sie die komplette in Ihrem Depot befindliche Anzahl der Aktien eines Unternehmens verkaufen. Wenn Sie jedoch alle Unternehmen, die dem spekulativen Teil Ihres Depots zuzuordnen sind, nach wie vor für aussichtsreich halten, bieten sich Teilverkäufe an. Das bedeutet, dass Sie einen Teil der Aktien von einem oder mehreren Unternehmen verkaufen.

    Hierzu ein Tipp, wie Sie bei der Auswahl Ihrer Verkaufspositionen vorgehen sollten: Sie sollten die Entscheidung, ob Sie sich ganz oder teilweise von einer Position trennen, nicht davon abhängig machen, wie sich diese Position bislang entwickelt hat. Das bedeutet: Bei einer eventuellen Verkaufsentscheidung sollte es keine Rolle spielen, ob eine Position mit 30% im Minus oder mit 30% im Plus liegt.

    Wichtig sollte ausschließlich sein, was Sie in Zukunft erwarten. Stellen Sie sich in diesem Zusammenhang einfach folgende Frage: Würde ich diese Position heute noch einmal kaufen? Wenn Ihre Antwort „Ja” lautet, sollten Sie die Position weiterhin halten. Lautet Ihre Antwort dagegen „Nein”, sollten Sie die Position am besten komplett verkaufen.

    Fazit: Bleiben Sie konsequent in Sachen Re-Balancing

    Egal, wie Sie das Re-Balancing innerhalb Ihres Depots umsetzen: Wichtig ist – wie auch sonst bei der Geldanlage – konsequent zu bleiben. Wählen Sie einen festen Termin und eine zu Ihnen passende Depot-Gewichtung aus.

  • 08.01.2018 21:14

    Re-Balancing ist wichtig für Ihren Erfolg an der Börse

    Vor wenigen Tagen begann das Börsenjahr 2018. Egal, ob Sie im vergangenen Jahr erfolgreich waren oder nicht, sollten Sie jetzt zu Beginn des Jahres darüber nachdenken, Ihr Depot etwas umzustrukturieren.

    Wenn Sie keinen Erfolg hatten, sollten Sie über größere Veränderungen nachdenken. Anregungen dazu finden Sie in meinen Börsendiensten, über die Sie sich unter www.morriens-boersenbriefe.de informieren können.

    Aber auch dann, wenn Sie zuletzt erfolgreich waren, sollten Sie über (kleinere) Umschichtungen nachdenken. Hier gilt nicht die Sportlerweisheit: „Never change a winning team!” (Ändere nie ein erfolgreiches Team!). Warum das so ist, erfahren Sie gleich.

    Zu Beginn einer jeden „Investorenkarriere” an der Börse steht entsprechend der jeweiligen Risikomentalität und den persönlichen Zielen und Wünschen die Überlegung einer Anlagestrategie oder zumindest die Überlegung, in welche Anlageklassen und in welchem Maße investiert werden soll.

    Letzteres wird in der Fachsprache auch als „Asset Allocation” bezeichnet. Gemeint ist mit diesem Begriff im Grunde nichts anderes als die Vermögensaufteilung.

    Falls Sie an der Börse konservativ agieren möchten, bietet sich die 70:30-Strategie an. 70% des Kapitals investieren Sie in relativ sichere Anlagen (beispielsweise in Mischfonds und Value-Aktien) und 30% in spekulative Investments (wachstumsstarke Nebenwerte, Schwellenländer, Rohstoffe).

    Achten Sie auf das Gleichgewicht in Ihrem Depot

    Läuft die Börse gut, werden die spekulativen Positionen überdurchschnittlich gut abschneiden und die konservativen Anlagen wertmäßig abhängen. Nach 12 Monaten kann es dann passieren, dass Ihr Depot auch ohne aktive Umschichtung ein 50:50-Verhältnis erreicht hat.

    Aufgrund der hohen Kursgewinne kommen die spekulativen Werte zusammen auf ein Depot-Gewicht von 50%.

    Genau dann müssen Sie entscheiden, ob Sie bewusst etwas offensiver anlegen möchten, oder ob Sie nicht doch mit der 70:30-Strategie ruhiger schlafen können. Wenn das so ist, müssen Sie bei den spekulativen Positionen Gewinne mitnehmen (also Teile dieser Positionen verkaufen) und das freie Kapital in die konservativeren Positionen investieren.

    Diesen Vorgang nennt man „Re-Balancing” – also das Depot wieder ins Gleichgewicht bringen. Wenn Sie das nicht machen, wird Ihre Depot-Struktur spätestens nach drei Jahren nicht mehr zu erkennen sein.

    Dann haben Sie ein Zufalls-Depot. Eine unerwartete Börsenentwicklung kann Sie dann auf dem falschen Fuß erwischen. Ich empfehle Ihnen daher, Ihr Depot mindestens einmal pro Jahr gründlich unter die Lupe zu nehmen.

    Vergleichen Sie die aktuelle Struktur und Gewichtung mit dem Ausgangswert. Gibt es deutliche Abweichungen, bieten sich die oben beschriebenen Umschichtungen an. Damit diese Depot-Optimierung auch regelmäßig durchgeführt wird (in guten Phasen „vergisst” man diese Arbeit erfahrungsgemäß gerne), sollten Sie sich einen festen Termin aussuchen.

    Das können die oft ruhigen Börsentage im Dezember oder Januar sein, aber auch ein Wochenende in den Sommerferien. Wichtig ist nur, dass Sie beim Depot-Check einen festen Rhythmus einhalten.

    Ausblick: Morgen erfahren Sie hier im „Schlussgong“ unter anderem, wie Sie die Überprüfung Ihres Depots angehen sollten und wie Sie Ihr Depot wieder ins Gleichgewicht bringen.

  • 04.01.2018 20:00

    Die Bitcoin-Konkurrenten

    Wie ich Ihnen mehrfach hier im „Schlussgong“ berichtet habe: Die Kryptowährung Bitcoin war der Überraschungssieger des Börsenjahres 2017. Im Windschatten des Bitcoin feiern jedoch noch mehr Kryptowährungen große Erfolge. In der heutigen Schlussgong-Ausgabe finden Sie kurz und knapp Informationen über die Bitcoin-Konkurrenten. Ich habe für Sie die Hintergründe der „heißesten“ Verfolger analysiert.

    Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin sorgt weiterhin für Schlagzeilen und war die Börsen-Story des Jahres 2017. Jedoch haben einige Konkurrenten 2017 sogar noch mehr zugelegt. Doch vorab: die Wettbewerber sind nicht weniger riskant.

    Einen Wertezuwachs von teilweise bis zu 1.800% erreichte der Bitcoin 2017. Dies scheint kaum zu toppen. Wer jedoch frühzeitig auf eine der anderen Kryptowährungen setzte, konnte zum Teil noch höhere Renditen erzielen.

    Mittlerweile gibt es ein Dutzend Kryptowährungen, die einen Marktwert von mehr als vier Mrd. US-Dollar haben. Nun folgt ein Überblick über die wichtigsten digitalen Wettbewerber des Bitcoin.

    Ripple

    Die Krypto-Währung Ripple ist mittlerweile die zweitgrößte mit einem Marktwert von über 90 Mrd. US-Dollar. Gegründet wurde das Unternehmen 2012 in San Francisco.

    Anders als Bitcoin ist Ripple eine Kryptowährung, welche mit Banken überall auf der Welt zusammenarbeitet. Zu den Partnern gehören Banken wie z.B. Santander, Unicredit, UBS und die Frankfurter Reisebank. Alles in allem zählt Ripple über 100 Kunden aus der Finanzindustrie.

    Im Jahr 2017 hat Ripple um über 12.000% zugelegt. Grund für diesen enormen Anstieg sind unter anderem Ankündigungen von Banken in Japan und Südkorea. Dort wird Ripple bis Ende Januar getestet. Wenn dann alles nach Plan läuft, soll die Technologie für Geldtransfers genutzt werden.

    Ether

    Ether wurde 2012 von einem 18-jährigen Programmierer namens Vitalik Butlerin erfunden. Das Ziel des Kanadiers war ein Netzwerk zu schaffen, das über die Bitcoin-Technologie hinaus geht.

    Hinter dem Ether-Konzept steckt folgendes. Zum Beispiel kann ein Händler automatisch eine Zahlung an seinen Lieferanten veranlassen, sobald die vereinbarte Ware fristgemäß geliefert wurde.

    Diese Bedingungen werden in einem digitalen Vertrag festgehalten. Es werden Transaktionsgebühren fällig, damit dieser Vertrag ausgeführt werden kann. Ether hat mittlerweile einen Marktwert von über 85 Mrd. US-Dollar und befindet sich damit aktuell auf Platz drei der größten Krypto-Währungen.

    Litecoin

    Die Kurssprünge waren in letzter Zeit so rasant, dass sogar der Litecoin Gründer Charlie Lee Alarm schlug. ,,Tut mir leid, dass ich euch die Party vermiese, aber hier muss ich einschreiten. Litecoins zu kaufen ist extrem riskant“. Dies spiegelt sich in den extremen Kursschwankungen wider.

    Litecoin liegt mit einem Marktwert von über 13 Mrd. US-Dollar auf dem 5. Platz der größten Kryptowährungen. Im Jahr 2017 hat die Währung um über 6000% zugelegt.

    Die im Jahr 2011 erschaffene Kryptowährung soll eine Ergänzung zum Bitcoin sein. Der „kleine Bruder“ basiert auf demselben System, jedoch mit kleinen Unterschieden. Eine Transaktion abzuschließen geht schneller, verbraucht weniger Energie und die Münzen kosten, trotz des rasanten Anstiegs, immer noch weniger als ein Bitcoin. Wenn Bitcoin das digitale Gold ist, so soll Litecoin das digitale Silber sein.

    Weitere Schlussgong-Ausgaben zum spannenden Thema Kryptowährungen erhalten Sie in den kommenden Wochen. Das Thema wird uns auch 2018 intensiv beschäftigen.

    Rolf Morrien
    Chefredakteur „Morrien’s Schlussgong“

    P.S.: WICHTIGER HINWEIS! Volker Gelfarth hat mich gebeten, Sie dringend auf seine „Einkommens-Maschine 2018“ aufmerksam zu machen. Denn jetzt geht es wieder Schlag auf Schlag: 10. Januar, 15. Februar, 1. März sind die nächsten großen Dividenden-Zahltage! Klicken Sie bitte hier und werfen Sie Ihre Einkommens-Maschine 2018 sofort an.

  • 03.01.2018 21:05

    Deutsche Bauwirtschaft boomt nach wie vor

    Der deutsche Leitindex DAX hat sich heute wieder Richtung 13.000 Punkte vorgekämpft. Fundamental ist das auch gerechtfertigt, da viele Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft gut laufen. Gestern habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ die Maschinenbau-Branche vorgestellt, heute folgt die Bauwirtschaft.

    Unter anderem aufgrund der niedrigen Zinsen und des hohen Wohnungsbedarfs in Ballungszentren boomt die deutsche Bauwirtschaft seit geraumer Zeit. Das ist nicht neu. Neu ist jedoch, dass die Umsatzprognose für die deutsche Bauwirtschaft kurz vor Ablauf des Jahres 2017 noch einmal (bereits das 2. Mal in dem Jahr) angehoben wurde und schlussendlich womöglich erneut übertroffen wird.

    Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie hat vor Jahresfrist seine Umsatzprognose für 2017 von 6 auf 7% Wachstum angehoben. Ursprünglich rechnete der Verband mit einem Branchen-Umsatzwachstum von 5%. Betrachtet man die schlechte Witterung hierzulande zu Beginn des vergangenen Jahres, ist diese Entwicklung umso beachtlicher.

    Und es ist nicht auszuschließen, dass das Wachstum am Ende sogar noch größer ausfällt. Schließlich lagen die kumulierten Umsätze der Branche Ende Oktober bereits nominal um 9% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

    Das kräftige Wachstum wird 2018 anhalten

    Und es wird im laufenden Jahr positiv weitergehen. Da der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum in den Ballungszentren nach wie vor hoch ist und die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur anziehen, ist damit zu rechnen, dass auch das laufende Jahr 2018 ein gutes bis sehr gutes für die heimische Bauwirtschaft wird.

    Der Hauptverband der deutschen Bauwirtschaft geht für Betriebe im deutschen Bauhauptgewerbe mit 20 oder mehr Beschäftigten für 2018 von einem Umsatzplus von nominal 5% aus.

    Auch die Betriebe selbst sind optimistisch: 86% der im Rahmen des Ifo-Konjunkturtests Mitte Dezember 2017 befragten deutschen Bauunternehmen erwarten in den kommenden 6 Monaten eine noch bessere oder zumindest gleichbleibend gute Geschäftslage.

    Noch nie waren zum Ende eines Jahres so viele Bauunternehmen hierzulande so positiv gestimmt, betont der Branchenverband.

    Auftragsflut kann kaum bewältigt werden

    Viele Bauunternehmen, Architekten und Handwerker stoßen derzeit an ihre Kapazitäts-Grenzen. Die Baufirmen sind heute noch stärker ausgelastet als in den Boom-Jahren nach der Wiedervereinigung.

    „Offensichtlich haben sie derzeit Schwierigkeiten, eingehende Aufträge abzuarbeiten“, so Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bereits zu Beginn des vergangenen Jahres. Daher müssen Kunden vielerorts länger warten oder mehr Geld bezahlen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und auch aus meinem Bekanntenkreis.

    Die Profiteure des Bau-Booms

    Kommen wir abschließend noch zu den Profiteuren des Bau-Booms. Dazu zählen u. a. die kleineren Bau-Unternehmen sowie deren Zulieferer. Die gute Nachricht: Viele von diesen Werten, die an der Börse notieren, sind noch nicht heiß gelaufen, sondern nur moderat bewertet.

    Zu nennen sind hier Unternehmen wie die Helma Eigenheimbau AG (Haus- und Wohnungsbau), Steico, Westag & Getalit, Geberit (alles Bauzulieferer), aber auch Bau-Unternehmen wie Porr. Porr ist zwar ein österreichisches Unternehmen – erzielt inzwischen aber einen guten Teil seines Umsatzes in Deutschland.

  • 02.01.2018 21:22

    Deutsche Maschinenbaubranche im Aufschwung

    Zunächst einmal hoffe ich, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind und wünsche Ihnen Gesundheit, Glück und Erfolg für 2018!

    Kommen wir nun zum Börsengeschehen und zu den Trends 2018: Aus einer aktuellen Branchen-Studie der Hessischen Landesbank (Helaba) geht hervor, dass die zuletzt in Fahrt gekommene weltweite Investitionskonjunktur den deutschen Maschinenbauern derzeit einen kräftigen Aufschwung beschert.

    Während der deutsche Maschinenbau in den Jahren nach 2012 lange Zeit keine Dynamik gezeigt hat, habe sich dies im Jahr 2017 grundlegend geändert, so Stefan Mütze, Autor der Studie. Gemäß der Studie zeichnete sich für das vergangene Jahr ein Produktionsanstieg um 3,3% ab.

    Digitalisierung als Wachstumstreiber

    Für das jetzt gestartete Jahr 2018 erwartet die Helaba sogar ein Produktionsplus von 3,5%. Das bedeutet, dass die deutschen Maschinenbauer im Vergleich zum bereits guten Jahr 2017 nochmals eine Schippe drauflegen sollten.

    Negative Auswirkungen durch die nach wie vor nicht vorhandene neue Bundesregierung sehen die Autoren der Studie nicht. Dieser Einschätzung kann ich mich nur anschließen. Auch wenn es noch eine Weile dauern sollte, bis wir eine neue Regierung haben, so sehe ich die Politik hierzulande auch jetzt noch handlungsfähig und auch die politische Stabilität im Lande als nicht gefährdet an. Die fehlende Regierungspolitik kann sogar ein Pluspunkt sein, wenn dadurch neue politische Stolpersteine für die heimische Wirtschaft verhindert werden.

    Für 2019 erwartet die Helaba übrigens eine Fortsetzung des Branchenaufschwungs im deutschen Maschinenbau. Für positive Impulse sorgen gemäß der Studie der technologische Nachholbedarf und die Digitalisierung der Produktionsprozesse.

    Sehr erfreulich ist auch die zuletzt überdurchschnittlich hohe Auslastung der Maschinenbaubetriebe. Diese lag bei 87,9% (nach 84,6% im Vorjahr). Ein Wert von 86% gilt als gute Auslastung.

    US-Steuerreform hilft deutschen Maschinenbauern

    Daran, dass die deutschen Maschinenbauer auch in diesem und im kommenden Jahr gute Geschäfte machen werden, wird aller Voraussicht nach auch der US-Präsident Donald Trump seinen Anteil haben (auch wenn das sicherlich nicht das Ziel von Trump war).

    Denn die US-Steuerreform, die zu einer deutlichen Absenkung der Körperschaftsteuer führt und damit die Investitionstätigkeit der Unternehmen ankurbeln soll, wird die Chancen deutscher Maschinenbauer in den USA weiter verbessern.

    Von den protektionistischen Äußerungen Trumps im Wahlkampf ist bis dato weder bei der Gesetzgebung in den USA noch bei den Zahlen der deutschen Exportunternehmen etwas zu sehen. Das bedeutet für uns: Es gibt gute Gründe dafür, an der Börse auf deutsche Maschinenbauer zu setzen.

    Meine Favoriten aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau finden Sie in meinen Börsendiensten. Über bekanntere deutsche Branchenvertreter wie Krones und GEA (beide im MDax gelistet) und erfolgreiche Nischenplayer wie Hermle und MAX Automation habe ich an dieser Stelle schon einige Male berichtet.

    Diese und weitere chancenreiche Vertreter aus der Maschinenbau-Branche können Sie kennenlernen, wenn Sie meine Börsendienste (insbesondere den „Depot-Optimierer“ und das „Power-Depot“) genauer studieren.

  • 28.12.2017 10:00

    Bitcoin: Die Entstehung

    In dier Artikel-Serie „Der Bitcoin-Boom: Krypto-Währungen auf dem Vormarsch“ erfahren Sie alles rund um das Thema Bitcoin.

    An dieser Stelle geht es um die Entstehungs-Geschichte:

    In der Finanzkrise 2007 – 2009 wurde immer deutlicher, dass die Geschäfts- und auch die Notenbanken versagt haben.

    Es entstand der Wunsch eine Währung zu gründen, die vom aktuellen Finanz-System unabhängig ist. Der bekannteste Versuch eine Alternativ-Währung zu schöpfen, ist der Bitcoin.

    Somit ist er maßgeblich für die Entstehung von Krypto-Währungen verantwortlich, von denen es aktuell schon über 1.000 gibt.

    Lesen Sie in diesem Beitrag, wer Bitcoin erfunden hat und wie diese produziert werden:

    Bitcoin: Wer hat’s erfunden?

    Satoshi Nakamoto gilt als Erfinder der Krypto-Währung Bitcoin. Dieser Name ist jedoch nur ein Pseudonym (nicht der echte Name).

    Seit 2008 wurden mehrere Personen für Nakamoto gehalten. Viele Menschen haben die Identität Nakamotos für sich beansprucht.

    Ob eine einzelne Person oder eine Gruppe von Programmieren hinter dem Bitcoin-System steckt, ist bislang unklar.

    Als die Finanzkrise 2008 ihren Höhepunkt erreichte, erschien unter dem Pseudonym Nakamoto ein 9-seitiges Thesenpapier.

    Dort wurden die Grundlagen für das System Bitcoin festgelegt, mit dem Ziel eine neue Form von Geld zu schaffen.

    Seitdem ist auch festgelegt, dass die Zahl der Bitcoins auf 21 Mio. begrenzt ist. Dies soll eine Inflation vermeiden.

    Zuletzt hörte man 2011 von Nakamoto. Damals verkündete er (oder die Personen-Gruppe), dass er sich nun anderen Dingen widmen wolle.

    Wie Sie sehen, hat sich um die Identität, genauso wie um den praktischen Wert von Bitcoins, eine riesige Spekulations-Blase aufgebaut.

    So entstehen Bitcoins

    Ein Bitcoin wird an einem Computer erschaffen. Der PC muss mathematische Rätsel lösen, die mit der Zeit immer komplizierter werden.

    Diese Rätsel sind so aufgebaut, dass es sich nur durch das Einsetzen von Zufallszahlen lösen lässt. Wer dieses Rätsel als erstes löst, bekommt einen Bitcoin als Belohnung ausgezahlt.

    Je besser die eingesetzte Hard- und Software, also das technische Umfeld, welches die Zufallszahlen einsetzt, desto höher sind die Chancen auf die Belohnung.

    Dies dient als Anreiz, um teure Rechenleistung in das Bitcoin-Netzwerk zu investieren.

    Aktuell entstehen so 12,5 Bitcoins pro 10 Min. (Stand: dezember 2017). Allerdings wird der letzte Bitcoin erst in mehr als 100 Jahren entstehen.

    Denn der Aufwand, einen Bitcoin zu schürfen, wird immer größer; der Energiebedarf für die Rechenleistung ist schon jetzt gigantisch.

    Der Bitcoin-Boom im Jahr 2017 hat aus meiner Sicht zu absurden Bewertungen geführt: Der Gesamtwert der bisher geförderten Bitcoins ist in der Spitze auf fast 300 Mrd. US-Dollar gestiegen.

    Mit dieser Summe können Sie am Aktienmarkt ganz einfach 1 Dutzend DAX-Konzerne kaufen.

    Die Gier nach Bitcoins löst auch negative Folgen für die Umwelt aus:

    Der Ansturm führt dazu, dass die mathematischen Rätsel, die gelöst werden müssen, um einen einzigen neuen Bitcoin zu schaffen, immer komplizierter werden.

    Ganze Rechenzentren mit gewaltigem Stromverbrauch sind dafür mittlerweile erforderlich. Die ursprünglich geplante Bezahl-Funktion wurde durch den Ansturm praktisch unmöglich gemacht.

    Bitcoin: Mehr Wette als planvolle Geldanlage

    Aktuell lebt das Bitcoin-System davon, dass die Nachfrage größer als das Angebot ist.

    Dieses Verhältnis kann sich jedoch sehr schnell drehen, wie die Aktionäre vor knapp 20 Jahren am „Neuen Markt“ erlebt haben.

    Deswegen ist der Bitcoin aktuell eine Art Wette: Finde ich beim geplanten Verkauf einen Anleger, der einen höheren Preis zahlt?

    Da es keinen fundamental berechenbaren Wert gibt, ist zwischen 0 und 1 Mio. US-Dollar problemlos jeder Preis denkbar.

    Daher meine Einschätzung: Der Bitcoin ist aktuell eine Spekulation (Wette auf eine bestimmte Preis-Entwicklung) und keine Investition (planvolle Geldanlage).

    Wenn Sie Ihr Geld gezielt anlegen wollen, ist der Bitcoin zur Zeit keine gute Wahl.